Krankengeld

Ist der Arbeitnehmer infolge Krankheit arbeitsunfähig, hat er gegenüber dem Arbeitgeber für die ersten 6 Wochen der Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts (s. Entgeltfortzahlung). Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger an oder hat der Arbeitnehmer aus anderen Gründen keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung (z. B. weil die 4-wöchige Wartefrist noch nicht abgelaufen ist), erhält der Arbeitnehmer für höchstens 78 Wochen von der gesetzlichen Krankenversicherung ein Krankengeld in Höhe von 70 % des letzten vollen Bruttomonatlohns, höchstens aber 90 % des Nettomonatlohns (§§ 44 – 51 SGB V).

Voraussetzungen für Krankengeld

Um Krankengeld zu bekommen, muss ein Krankenversicherter infolge einer Krankheit arbeitsunfähig sein. Ein Arbeitnehmer ist arbeitsunfähig erkrankt, wenn er nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung seine Arbeit ausführen kann.

Wer auf Kosten der Krankenkasse stationär in einem Krankenhaus, einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung behandelt wird, hat ebenfalls Anspruch.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt auch in anderen Fällen Krankengeld. So haben zum Beispiel gesetzlich versicherte Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen im Falle der Erkrankung des Kindes, das noch nicht 12 Jahre alt ist, einen Anspruch für 10 Arbeitstage im Kalenderjahr (bzw. 20 Arbeitstage für allein erziehende Versicherte).